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Calciumhydroxid-Kalkwasser

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In absteigender Reihenfolge

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Calcium Zugabe mit Kalkwasser

Steinkorallen, egal ob SPS oder LPS, brauchen für ihren Skelettaufbau Calcium- und Carbonat (Hydrogencarbonat-Ionen), die dem Aquarienwasser deshalb fortwährend entnommen werden. Deshalb ist eine ständige Versorgung mit diesen Stoffen notwendig um die Wasserparameter konstant zu halten.

Versorgung durch Kalkwasser

Calciumhydroxid und Osmosewasser in einen verschließbaren Behälter geben (5l Kanister) und stark rühren. Verschlossen stehen lassen und warten bis sich das ungelöste Pulver am Boden komplett abgesetzt hat. Das klare "Kalkwasser" sollte jetzt sehr langsam, am besten tropfenweise oder durch eine Dosieranlage, an eine stark durchströmte Stelle im Aquarium oder noch besser im Filterbecken gegeben werden.
Das Kalkwasser ist stark alkalisch (PH Wert 12,4) und sollte niemals direkt mit Korallengewebe oder anderen Tieren in Berührung kommen, sonst drohen Verätzungen. (auch die eigenen Augen sollten damit nicht in Berührung kommen!)

Bei entsprechend starkem Korallenwachstum kann maximal das gesammte Verdunstungswasser durch Kalkwasser ersetzt werden.

PH-Wert Erhöhung durch Kalkwasser

Kalkwasser erhöht den PH Wert des Aquariumwassers deutlich. Deshalb sollte man den Calcium, Karbonat und PH-Wert bei Kalkwassermethode ständig überprüfen. Natürlich wir deshalb Kalkwasser auch gezielt eingesetzt um den PH-Wert zu erhöhen! 

Die nächtliche Zugabe von Kalkwasser hilft entsprechend auch um eine zu starke PH-Absenkung während der Dunkelphase zu verhindern.

Entstehung von Kalk

Das Kalkwasser entzieht auch ohne weiteres Zutun der Umgebungsluft ständig Kohlendioxid und bindet es zu unlöslichem Kalk. Deshalb sollte das Gefäß verschlossen sein, um diesen Vorgang zu verlangsamen. Nach wenigen Tagen muß aber das Kalkwasser mit Calciumhydroxid und Osmosewasser neu angemischt werden. Wenn man nur kleine Mengen benötigt sollte man es täglich tun.

Ausfällung von Phosphat

Bei der Zugabe des stark basische Kalkwassers wird Phosphat ausgefällt. Diese eigentlich positiven Ausfällungen werden dem Aquarienwasser allerdings nicht entzogen und können zu einem Phosphat-Depot am Boden führen. Solche Depots werden oft für Cyano-Plagen verantwortlich gemacht.

Weiter Informationen zu Kalkwasser im Riffaquarium

Glaser: Ratgeber Meerwasserchemie